Oberschule Siegfried Richter Gröditz

Projekt Klasse 5 – Januar 2017

Projekt gegen Gewalt an der OS „Siegfried Richter“
Mit Maik  Eberhardt für die Klassenstufe 5
Januar 2017

24 Augenpaare sind auf Maik Eberhardt gerichtet. Mit klaren und wiederholten Anweisungen verschafft er sich Ruhe und bringt die Schüler schnell auf seine Seite.

Was ist Gewalt, wie fühlt man sich als Opfer, wie wirkt man als Täter auf andere – das ist dass, was er vermitteln will.

Dabei gibt er den Schülern immer das Gefühl, sie sind selbst zu diesen Erkenntnissen gelangt, vermeidet es zu belehren. Er spielt mit ihnen, erklärt und manipuliert sie teilweise sogar.

Gleich das erste Spiel ist ein deutliches Beispiel dafür. „Hole dir das Bonbon deines Partners aus dessen Hand.“ ist das einfache Ziel. Ein Bonbon bringt die Schüler dazu    ihrem Freund/ ihrer Freundin fast weh zu tun. Die Kinder sind erschrocken, wie weit sie für ein Bonbon im Wert von 2 Cent gehen würden, nur weil die Aufgabenstellung so geschickt und manipulativ gewählt und gestellt wurde. Übrigens nicht nur bei Kinder, selbst bei Erwachsenen funktioniert es, wie das gleiche Spiel beim Elternabend zeigte.

Immer wieder in verschiedenen Situationen agieren die Schüler mal als Täter, mal als Opfer. Immer bewusst, dass es noch ein Spiel ist. Aber damit bringt Maik Eberhardt die Schüler zum nachdenken, wie man in Situationen mit Gewalt reagieren sollte, dass auch Beschimpfungen Gewalt gegen Menschen sind, dass man auch mit Worten verletzen kann.

Gefragt nach dem, was sie gelernt haben, antwortete ein Schüler: „Ich muss gut überlegen, was ich mache, bevor ich handle.“ Bei ihm hat Maik Eberhardt sein Ziel erreicht. Viele Schüler haben ähnliches geschrieben.

Es lässt sich nicht vermeiden, dass Schüler mit Gewalt konfrontiert werden. Es wird Situationen geben, in denen sie mit Gewalt reagieren wollen, indem sie anderen weh tun, so wie es mit ihnen vielleicht geschehen ist. Deshalb finde ich dieses Projekt sehr wichtig. Für meine Schüler wünsche ich mir, dass dieses Projekt weiter geht. Zum einen vergisst man Erkenntnisse wieder, wenn sie nicht wiederholt werden, zum anderen werden die Schüler größer, älter. Damit ändern sich auch die Gefahren und die Gewalt, die ihnen begegnen wird.

George
Klassenlehrerin 5c


Bündnis für Demokratie und Ziviolcourage e.V. Gröditz

Projekte mit dem Bündnis für Demokratie und Zivilcourage e.V. Gröditz

Klassenstufe 5

–  Projekt „Aktiv gegen Gewalt“ mit dem Gewaltpräventionszentrum Sachsen

– Elternabend: Vorstellen des Projektes „Aktiv gegen Gewalt“

Klassenstufe 8

– Theater Scheselong Berlin

„Anne Frank“ im Wandel der Zeit“

(Vorstellung, Diskussionsrunde und Workshop „Vorurteile“)

Klassenstufe 9

– Exkursion Bautzen –  Staatssicherheitsgefängnis

– Exkursion Jugendwerkhof Torgau

– Exkursion Sachsenhausen – Gedenkstätte

Klassenstufe 10

– Speed – Dating“ – Diskussionsrunde mit Kommunalpolitikern der  Stadt Gröditz

– Exkursion zum Sächsischen Landtag

http://www.tolerantes-sachsen.de/initiative.php?ID=142


Exkursion Bautzen

Geschichtsunterricht mal ganz anders

Am 02.12.2016 hatten die Schüler der 9. Klassen der Oberschule Siegfried Richter Gröditz die Möglichkeit, einen Schultag der ganz besonderen Art zu erleben.

Im Rahmen des Geschichtsunterrichtes erhielten wir vom Bündnis für Demokratie und Zivilcourage ein Angebot, das ehemalige  Staatssicherheitsgefängnis in Bautzen zu besuchen. Interessiert und natürlich auch erfreut darüber, den Unterricht außerhalb des Schulgebäudes verbringen zu können, sagten wir zu.

Pünktlich 08:00 Uhr startete der Bus an unserer Oberschule in Richtung Bautzen. Obwohl wir das Thema DDR-Geschichte im Unterricht bereits ausführlich behandelt haben, hatten die meisten keine richtige Vorstellung von dem, was uns wirklich dort erwarten sollte.

An unserem Reiseziel angekommen wurden wir auch sogleich in Empfang genommen. Zuerst erhielten wir in einem 20-minütigen  Film einen ersten Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Einrichtung sowie über die Lebensbedingungen der hier Inhaftierten.

Bereits hier erkannten die ersten von uns, dass zwischen Theorie des Unterrichts und Praxis einer Exkursion ein gewaltiger Unterschied besteht. Es waren zum Teil schockierende Bilder, die wir zu sehen bekamen und während der Filmvorführung herrschte absolute Ruhe. Anschließend begann die Führung durch das Gebäude des Staatssicherheitsgefängnisses. So besichtigten wir zum Beispiel die „normalen“ Haftzellen, die Arbeitsräume, in denen die Häftlinge täglich viele Stunden arbeiten mussten sowie den Freigängerhof. Entsetzt allerdings waren wir beim Anblick der Arrestzellen. Es waren winzig kleine Zellen, kaum Tageslicht, keine Privatsphäre. Wie konnte man es hier auch nur einen einzigen Tag aushalten? Dann erfuhren wir, dass manche Insassen mehrere Jahre in so einer Zelle verbringen mussten. Für uns war das nicht vorstellbar.

Besonders beeindruckt  hat uns auch die Information, dass nur einem Häftling die Flucht aus dieser Einrichtung gelang. Allerdings währte die Freiheit nur wenige Tage, da er bald wieder gefangengenommen wurde.

Im Unterricht haben wir dieses Erlebnis nochmals ausgewertet. Wir können uns nicht vorstellen, dass Menschen aufgrund einer anderen politischen Gesinnung  unter derart unmenschlichen Bedingungen weggesperrt, von ihren Familien getrennt und ihrer Freiheit beraubt wurden.

Wenn wir in den nächsten Stunden im Unterricht mit den Begriffen Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit arbeiten, werden sich viele sicher an den Besuch dieser Einrichtung erinnern.

Unser Dank gilt den Mitarbeitern des Bündnisses für Demokratie und Zivilcourage, die uns diesen Besuch der Gedenkstätte finanziell und organisatorisch ermöglichten.

 

Schüler der Kl. 9


Mitteilung an die 9. Klassen

Liebe Schüler der 9. Klassen,

aus aktuellem Anlass hier ein paar Informationen der 10. Klasse für euch:

In der 10. Klasse habt ihr keine Vertiefungskurse, sondern Ihr werdet euch zwischen Musik und Kunst entscheiden müssen.

Zwischen Geschichte und Geographie darf sich nicht mehr entschieden werden.
Diese Fächer werden in der Klasse 10 mit 2 Wochenstunden erteilt bzw. unterrichtet.

Alle Schüler, die den Russischkurs belegen, sollten sich jedoch zwischen Musik und Kunst sowie zwischen Geschichte und Geographie langfristig entscheiden.
Die Fachnote der abgewählten Fächer erscheint auf dem Abschlusszeugnis.
Die Fachnote WTH der Klasse 9 erscheint übrigens ebenfalls auf dem Abschlusszeugnis Klasse 10.

Viel Spaß bei der Wahl
Das Team der Homepage Klasse 10a


Schulweihnachtsfeier 2016

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